Fitmacher auf vier Pfoten

Fitmacher auf vier PfotenZahlreiche Studien weisen auf die gesundheitsförderlichen Aspekte der Hundehaltung hin. Warum es sich lohnt, das Leben mit einem Hund zu teilen, zeigen Forschungsergebnisse aus unterschiedlichsten Fakultäten.

Dass Hundehalter von der  an der frischen Luft beim „Gassigehen“ profitieren, wird wohl niemanden überraschen. Doch das ist nicht der einzige Gesundheitsbeitrag der Vierbeiner. Hundebesitzer verfügen über eine größere Anzahl von sozialen Kontakten und haben eine höhere Stresstoleranz. Außerdem leben sie mit einem Lebewesen zusammen, dessen Treue sprichwörtlich ist. Hunde gehen zuverlässige Bindungen ein – das tut der Seele gut. Wie und wo sich Hunde sonst noch positiv auswirken, zeigt ein Überblick über die aktuelle Studienlage.

Fitmacher auf vier PfotenHeilsam für die Psyche.

Der Psychologe Prof. Reinhold Bergler von der Universität Bonn fand heraus, dass Hundebesitzer Lebenskrisen besser in den Griff bekommen. Sogar Schicksalsschläge, wie der Tod eines nahen Angehörigen, können besser verarbeitet werden. Außerdem fördert das Leben mit Hund die Selbstdisziplin. „Sich hängen lassen“ geht nicht, man muss einfach hinaus. Eine Studie mit Scheidungsfamilien attestiert Hunden eine co-therapeutische Funktion bei der Bewältigung des Trennungsschmerzes. Kinder mit Haustieren haben einer britischen Studie zufolge ein stärkeres Immunsystem und sind seltener krank. Außerdem entwickeln sie mehr Verantwortungsbewusstsein und Sozialkompetenz als ihre haustierlosen Mitschüler.

Fitmacher auf vier Pfoten
Streicheln macht glücklich.

Einer japanischen Studie zufolge steigt bei Hundebesitzern der Oxytocin-Spiegel stark an, nachdem sie mit ihrem Vierbeiner gespielt haben. Der als „Kuschel-Hormon“ bekannte Botenstoff ist an der Entwicklung positiver emotionaler Beziehungen wie Elternliebe, Freundschaft und Sexualität beteiligt. Die vermehrte Ausschüttung von Oxytocin könnte erklären, warum das Spielen und Streicheln von Hunden die Stimmung verbessern und Symptome von Ängstlichkeit und Depression abmildern kann.


Fitmacher auf vier PfotenStressbremse und Flirtfaktor

Feuchte Schnauze gegen Stress.
Verantwortung, permanenter Zeit- und Erfolgsdruck – Manager leben unter Volldampf und belasten damit Herz und Kreislauf. Ideale Testpersonen für die Auswirkungen von Stress auf die Gesundheit sind  für Wissenschaftler der Universität Buffalo die Broker an der Börse. Nach einem Test stand fest: Börsenmakler, die ihren Haushalt mit einem Vierbeiner teilen, sind weniger gefährdet. Hunde wirken als Stressbremse – und das gilt auch für andere Berufe, bei denen unter Hochdruck gearbeitet wird.


Fitmacher auf vier PfotenFlirtfaktor Hund.

Hunde sind häufig Wegbereiter für einen Flirt, fand das Rheingold-Institut in Köln heraus. 77 Prozent der in einer repräsentativen Studie Befragten sind über ihren Vierbeiner schon mit Unbekannten ins Gespräch gekommen, bei jedem Zehnten hat es sogar richtig gefunkt. Und so läuft’s: Fiffi macht den Kontakt und kriegt dafür Streicheleinheiten („Der ist aber süß, wie heißt der denn?“). Mit Glück kriegt dann Herrchen das Frauchen oder umgekehrt. Wird eine feste Beziehung daraus, sorgt der Hund für Stabilität. US-Forscher haben nämlich herausgefunden, dass Tierbesitzer glücklichere Ehen führen.

 
Fitmacher auf vier PfotenGemeinsam durch den Alltag

Helfer bei Alzheimer.
Tiere sprechen Menschen emotional an und sind in der Lage, nonverbal zu kommunizieren. Das macht sie zu idealen Co-Therapeuten bei der Behandlung von Alzheimerpatienten. Denen fällt es im Krankheitsverlauf nämlich immer schwerer, sich sprachlich zu verständigen. Das Gefühlsleben ist jedoch viel länger intakt, und hier kommen die Vierbeiner ins Spiel. Sie gehen freudig und unbefangen auf Menschen zu, fordern zum Spiel auf, wollen gestreichelt werden. Die Kranken reagieren über Mimik und Gestik, genießen die Wärme und Berührung, können wieder Freude empfinden.

 
Fitmacher auf vier PfotenErfolgreiches Diät-Team.

Wissenschaftler der Northwestern Medical School in Chicago konnten belegen, dass Hunde und Halter, die gemeinsam eine Diät machen, leichter Pfunde verlieren und ihr Gewicht langfristiger halten. Beide Seiten verloren im Durchschnitt über fünf Kilo. Zuvor hatte man bereits erkannt, dass es besser funktioniert, zusammen mit dem menschlichen Partner abzuspecken – vorausgesetzt, dieser hält durch. Hunde sind da zuverlässiger. Wahrscheinlich, weil sie den Kühlschrank nicht öffnen können.

Die Veröffentlichung erfolgt mit freundlicher Genehmigung des Autors Jesko Wilke

Allgemeine Berichte für Hunde