Die ersten Tage im neuen Heim

Ein Cairn zieht ein

Endlich, Sie können Ihr neues Familienmitglied abholen! Für den Züchter ist dieser Tag der schlimmste Tag. Er hängt sehr an seinen Welpen durch die doch sehr lange und intensive Betreuung. Alle Fragen über Fütterung, Haltung, Impfung und Pflege sind von Ihrem Züchter erklärt.

Die Fahrt

cairn-zieht-ein-welpenankunftDer Welpe sollte unbedingt Halsband und Leine auf der Heimfahrt tragen. Ein Textiltuch (Kuscheldecke), das den Geruch von der Mutterhündin und den Geschwistern an sich hat, nehmen Sie mit. Legen Sie sich die Kuscheldecke auf den Schoß und den Welpen darauf. So hat der Welpe auf der Fahrt und später im neuen Heim den Geruch von etwas Vertrautem. Nur das eine Mal nehmen Sie Ihren Welpen auf den Schoß, da es sonst bei einem Unfall gefährlich für alle werden kann und es mit der Versicherung Probleme gibt. Die Hundebox sollten Sie für alle Fälle dabei haben. Solange der Welpe schläft und Ruhe gibt fahren Sie nach Hause. Machen Sie nur eine Rast (weit abseits von Verkehr), wenn es unbedingt sein muss. Bieten Sie dem Welpen etwas Wasser an (kein Futter), und vielleicht macht er auch sein Geschäft.

Im neuen Heim

Zuhause angekommen zeigen Sie ihm seinen Lösungsplatz, am besten in der Nähe des Hauses. Es soll ja auch in Zukunft schnell gehen, damit er stubenrein wird. Lassen Sie ihn solange angeleint oder unangeleint schnüffeln bis er sich entleert. Loben Sie ihn mit einschmeichelnder Stimme und sorgen Sie dafür, dass er nicht abgelenkt wird. Kennt der Kleine einmal seinen Platz und seinen Geruch, wird es ihm leichter fallen, sich draußen zu lösen.cairn-zieht-ein-neue-heim
Vermeiden Sie auf jeden Fall, dass Nachbarn, Verwandte und Freunde schon am ersten Tag das neue Familienmitglied begrüßen wollen. Für den Welpen ist nichts mehr vertraut. Er hat sein Rudel und seine gewohnte Umgebung verloren und wäre damit total überfordert.
In der Wohnung tragen Sie den Kleinen zu seinem Körbchen und legen seine Kuscheldecke hinein. Dieser Platz gehört nur dem Welpen und ist für alle anderen tabu. Machen Sie Ihren Kindern vom Anfang an klar, dass dieser Platz ein Rückzugsort für den Kleinen und auch später für den Großen ist, und er dort nicht gestört werden darf. Vom Körbchen aus kann der Welpe die Wohnung erkunden. Wo immer der Welpe hingeht, gehen Sie mit und zeigen ihm sein neues Heim. Die Türen zu jenen Räumen, zu welchen der Welpe keinen Zutritt haben soll, sind geschlossen oder mit Absperrgittern gesichert. Bitte auch alle elektrischen Kabel absichern, Welpenzähne sind spitz wir Nadeln.

cairn-zieht-ein-fuetternZeigen Sie dem Welpen auch wo sein Wassernapf steht. Ein Welpe muss viel trinken und immer frisches Wasser zur Verfügung haben. Sie können ihm auch etwas Futter bieten. Keine Sorge, wenn der Welpe die ersten Tage schlecht oder gar nicht frisst. Versuchen Sie, ihm etwas Futter aus der Hand zu geben und stellen den Rest des Futters bis zur nächsten Mahlzeit beiseite. Der Welpe wird evtl. an der einen oder anderen Stelle ängstlich sein. Bestärken Sie ihn nicht in seiner Angst. Hat der Welpe zum Beispiel Angst, ein neues Zimmer zu betreten, gehen Sie an ihm vorbei in das Zimmer und rufen ihn. Er wird zu Ihnen kommen. Einmal kurz loben und das war es auch schon. So lernt der Welpe sehr schnell, dass neue Sachen nicht bedrohlich sind und dass seine neue Familie im Zweifelsfall die Angelegenheit für ihn regelt. Der Kleine wird bestimmt sehr schnell müde. Gehen Sie mit ihm zum Körbchen (nicht tragen). Sie können ihm ein Spielzeug ins Körbchen geben. Bleiben Sie in seiner Nähe, er wird dann relativ schnell einschlafen. Immer nach dem Fressen und nach dem Schlafen muss der Welpe zu seinem Lösungsplatz geführt werden. Bitte den Welpen die ersten Wochen immer durch ein und dieselbe Tür hinausbringen. Das prägt sich ihm ein und er wird dann bald alleine zu dieser Tür gehen und damit anzeigen, dass er sich entleeren muss!

Die erste Nacht

Der Welpe sollte nachts an Ihrem Bett in einer Hundebox schlafen (mit seiner Kuscheldecke). Um dem Welpen nachts cairn-zieht-ein-schlafendie nötige Geborgenheit zu geben, die er bisher durch sein Rudel hatte, sollten Sie die Hundebox neben Ihr Bett zu stellen. So merkt man auch rasch, wenn der Welpe unruhig wird und sich entleeren muss. Man kann ihn dann schnell ins Freie bringen. Tragen Sie Ihren Welpen, er schafft es sonst nicht bis draußen. Sobald sich der Welpe dort entleert hat, loben Sie ihn überschwänglich. Bringen Sie ihn ins Haus zurück, legen ihn wortlos in sein Bett und löschen das Licht. Bitte nachts nicht mit dem Welpen spielen. Er ist sonst hellwach und würde die Nacht zum Tag machen! Der Welpe lernt auf diese Weise, allein in seinem Bett zu schlafen, weiß aber, dass er nicht alleine ist. Nach einigen Tagen und Nächten wird sich Ihr Welpe gut eingelebt haben und durchschlafen. Glauben Sie mir, es ist viel schöner, einen friedlich schlafenden Welpen neben sich in der Box am Bett zu haben, als einen verängstlichten und verzweifelten Welpen in der Küche beim Heulen zuzuhören.

Der erste Tag

Nachdem der Welpe draußen war, bekommt er sein Futter. Gefüttert wird immer am gleichen Platz. Sollte er seine cairn-zieht-ein-spielenPortion nicht auffressen, wird Sie bis zur nächsten Mahlzeit beiseite gestellt. Halten Sie die Fütterungszeiten ein. Nach dem Fressen wird der Welpe wieder nach draußen gebracht, damit er sich lösen kann. Wieder im Haus, geht es rund! Ihr Welpe möchte spielen! Sicher haben Sie viele neue Spielsachen gekauft. Geben Sie Ihm aber immer nur zwei bis drei Gegenstände auf einmal. Jeden Tag etwas anderes, sonst wird das Spielzeug langweilig. Nach einer Stunde wird er wieder auf seinen  Lösungsplatz gebracht und darf den Garten etwas erforschen. Jetzt müsste der Welpe langsam müde werden, und Sie sollten ihn wieder ins Haus bringen, zum schlafen. Ein Welpe braucht insgesamt 15-18 Stunden Schlaf am Tag, um sich zu einem gesunden, belastbaren Hund zu entwickeln. Während Ihr Welpe schläft, können Sie Ihrer Tagesroutine nachgehen. Nach dem Schlafen fängt alles wieder von vorne an: Lösen, fressen, lösen, spielen, lösen, schlafen, lösen usw.!

Spielen  

cairn-zieht-ein-spielen-streichelnSpielen ist für einen Welpen neben Schlafen, Fressen und sich Lösen das Wichtigste. Im Spiel erwachen die angeborenen lebenswichtigen Anlagen und fördern sein Selbstbewusstsein! Seien Sie ein toller, weil nimmermüder und einfallsreicher Spielgefährte. Spielen Sie nicht nur mit Spierzeug mit Ihrem Welpen. Legen Sie sich auf den Fußboden und lassen Sie den Welpen auf sich herumturnen. Kraulen Sie ihn hinter den Ohren oder streicheln Sie ihn. Der häufige Körperkontakt baut Bindung und Vertrauen auf und fördert die Gemeinsamkeit. Sie bestimmen aber wann und wie lange gespielt wird!

Die folgenden Tage

cairn-zieht-ein-nachbarMit jedem Tag wird es einfacher. Ab dem dritten Tag können kleine Spaziergänge unternommen werden. Bei diesen Minispaziergängen lernt Ihr Welpe seine Nachbarschaft (Menschen und Hunde) kennen. Schonen Sie ihren Welpen und überfordern Sie ihn nicht. Der Welpe hat genug damit zu tun, sich an Sie, Ihre Familie und Ihre Gepflogenheiten zu gewöhnen. Nach einer Woche ist Ihr Welpe bereit für mehr Action, dann können Sie die Spaziergänge langsam

ausweiten. Jetzt können Sie sich auch mit anderen Hunden zum spielen treffen.

Das Sauber werden

cairn-zieht-ein-stubenreinJe öfter der kleine Welpe, draußen sein Geschäft erledigt hat, umso einfacher wird die Sauberkeitserziehung. Vergessen Sie nicht den Welpen dafür zu loben. In der Regel muss ein Welpe nach jedem Fressen, Schlafen und längerem Spielen raus. Auch unruhiges Umherlaufen, das Laufen zur Tür, mit der Pfote kratzen oder leises Jammern können Zeichen sein, dass der Kleine raus muss. Jeder Hund entwickelt da sein eigenes Verhalten. Seine Familie muss nur noch lernen, es ganz schnell richtig zu deuten! Es eilt dann!!!!!

Ihr Welpe und andere Hunde

Wenn Ihr Welpe auf andere Hunde trifft, müssen Sie die Zähne zusammenbeißen und sich möglichst heraushalten. Nehmen Sie Ihren Welpen nicht auf den Arm. Er muss für sein späteres Leben seine eigenen Erfahrungen sammeln. Im neuen HeimDie meisten Hunde sind freundlich zu Welpen. Die Hunde, die mit Welpen nichts zu tun haben wollen, zeigen dies sehr deutlich. Bei so einem Hund sollten Sie Ihren Welpen daran hindern zu aufdringlich und frech zu sein (Welpenschutz). Ihr Welpe ist durch den Züchter, der Mutterhündin, den Wurfgeschwistern und den andern Hunden im Rudel gut sozialisiert. Dieses sollte durch den Besuch einer Welpenspielgruppe vertieft werden. In der Welpenspielgruppe lernt Ihr Welpe den Umgang mit Artgenossen unterschiedlichster Rassen.

Wenn Ihnen irgendetwas merkwürdig vorkommt oder Sie Ihren Welpen nicht verstehen, rufen Sie Ihren Züchter an. Denken Sie nicht, Sie seien lästig. Ihr Züchter hilft Ihnen gerne. Wenn es um Ihren Welpen geht, ist er der beste Ansprechpartner. Er weiß alles über die Rasse und über die Problemchen, die neue Besitzer evtl. mit Ihren Welpen haben könnten.

 

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